Die Yahoo Tocher Flickr sorgt gerade für negative Schlagzeilen. So wurde der 5 Jahre alte Account von Nutzer Micro Wilhelm versehentlich gelöscht. Über 4000 Fotos gingen dabei verloren. Micro Wilhelm hatte kurz vorher einen anderen Flickr Benutzer der Copyright Verletzung beschuldigt, worauf ein Flickr Techniker das falsche Konto löschte. Flickr sieht sich bisher ausserstande die 4000 Fotos wieder herzustellen, sie könnten nur den Account wieder aktivieren, aber ohne Inhalt. Die Entschuldigung von Flickr ist keine wirkliche Hilfe für Wilhelm:
Hello,
Unfortunately, I have mixed up the accounts and accidentally deleted yours. I am terribly sorry for this grave error and hope that this mistake can be reconciled. Here is what I can do from here:
I can restore your account, although we will not be able to retrieve your photos. I know that there is a lot of history on your account–again, please accept my apology for my negligence. Once I restore your account, I will add four years of free Pro to make up for my error.
Please let me know if there’s anything else I can do.
Again, I am deeply sorry for this mistake.Regards,
Flickr staff
Erstaunlich an der ganzen Geschichte ist, dass es einem Flickr Mitarbeiter offenbar möglich ist, mit einem Klick einen Account zu löschen, unmöglich aber diesen mit Inhalt wieder herzustellen. Noch nie was von Backup gehört, Yahoo?
Obwohl ich statt Flickr viel lieber Google Picasa nutze, zeigt dieses Beispiel wieder, dass man von seinen Daten welche in die Cloud gespeichert werden, IMMER auch ein lokales Backup haben sollte.

Ach du grüne neune! Das hätte ich ja nun nicht gedacht – die haben echt gar keine Redundancy?!?! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Flickr keine Backup Server hat – die brauchen doch nur für den ärgsten Fall ein 24h Log! Das würde ja bedeuten, wenn bei Flickr mal die Server kaputt gehen – ist ja am Ende auch nur Hardware – ist bei allen alles weg. Krass *große Augen mach*
oder ein Backup bei einem anderen Cloud Storage Anbieter…
Ist sicher nicht die beste Werbung für Yahoo.
Stimme allerdings mit dem lokalen Backup der Bilder nur teilweise überein, da die Bilder selbst sehr wahrscheinlich ohnehin noch auf der lokalen Festplatte liegen, weil bei flickr nur Jpegs und keine RAW Dateien hochgeladen werden können und somit die Nutzung als Backup nicht bei jedem in Frage kommen dürfte. (nehme an Micro ist ebenfalls RAW-Photograph)
Auf der anderen Seite hat Mirco die Links, Kommentare und wahrscheinlich sogar Kontaktverbindungen ebenfalls gelöscht bekommen, welche nicht backup-bar sind. Somit ergibt sich für mich generell die Frage, ist die Nutzung von SaaS Diensten allgemein Unsinn im Aspekt der selbst-Sicherung?
Hoffentlich schafft es das flickr-Team den Absturz noch abzufedern, währe schade einen sonst ausgezeichneten Service zu verlieren.
@julia bei so grossen Systemen werden keine Backups mehr gemacht, der Aufwand dafür ist immens, besonders wenn die Systeme noch mit anderen externen Systemen verknüpft sind. Der Imageverlust bei einem Schaden ist häuffig kleiner.
Dafür werden aber Redundanzen geschaffen, also Daten auf geografisch verteilten Rechenzentern mehrfach ablegen, um den Ausfall eines einzelnen Systems abzufedern. Diese Redundanzen schützen jedoch nicht vor dem Löschen, denn auch dieser Vorgang muss – konsequenterweise – auf allen redundanen Systemen erfolgen.
Es erstaunt mich jedoch, dass Flickr wirklich löscht. Wer ein professionelles Serversystem entwicklt, löscht *nie* irgendwelche Daten, sondern markiere diese bloss als “gelöscht”. Allenfalls kann man regelmässig einen Task laufen lassen, der veraltete und gelöschte Daten unwiderbringlich entfernt, beispielsweise wenn sie mindestens ein Jahr alt sind.
@o_o Ja, das was du in deinem letzten Abschnitt gesagt hast, habe ich gemeint. Sorry, meine Ausdrucksweise war uneindeutig (ich bin eher der Designer als Technikspezi ^^)
Autsch !
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