Apple hat heute Final Cut Pro X veröffentlicht. Die im April angekündigte neue Version der professionellen Videoschnittsoftware wurde komplett neu programmiert:
“Final Cut Pro X ist der grösste Fortschritt im professionellen Videoschnitt seit der ersten Version von Final Cut Pro,” sagt Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing von Apple. ”Wir haben es den weltbesten professionellen Cuttern gezeigt und ihnen ist die Kinnlade heruntergefallen.”
“Ich bin begeistert von dem was Apple aus Final Cut Pro gemacht hat,” erklärt Angus Wall, der mit dem Oscar für den besten Schnitt ausgezeichnet wurde. “Final Cut Pro X ist unglaublich modern und schnell, aber das Wichtigste ist, dass es einem hilft sich auf das kreative Erzählen der Geschichte zu fokussieren, während es die ganzen technischen Details aktiv bewältigt.”
Das Herz von Final Cut Pro X ist die Magnetic Timeline – ein Ansatz, Footage-Material ohne Spuren zu schneiden und der es ermöglicht Clips hinzuzufügen und zu arrangieren, wo immer man sie haben möchte, während die anderen Clips augenblicklich zur Seite rücken. Mit verknüpften Clips kann man vorhergehende Story-Clips mit anderen Elementen koppeln, wie etwa Untertitel und Soundeffekte, sodass sie perfekt verknüpft bleiben wenn man sie bewegt. Mit der bahnbrechenden neuen Auditions-Funktion ist es möglich zwischen verschiedenen Clip-Sammlungen zu wechseln, um sofort alternative Aufnahmen vergleichen zu können:
Das von Grund auf neu programmierte Final Cut Pro X ist eine 64-Bit Software, welche die neueste Mac Hardware voll ausnutzt, sodass man nie wieder auf den nächsten Bearbeitungsschritt warten muss, selbst wenn man mit einem 4K-Video arbeitet. Final Cut Pro X nutzt Multithreading-Verarbeitung und die GPU der Grafikkarte für rasend schnelles Hintergrund-Rendering und hervorragendes Echtzeit-Playback. Zusätzlich sorgt die von ColorSync verwaltete Farb-Pipeline für Konsistenz vom Import bis zur Ausgabe.
Der Preis der Videosoftware wurde im Vergleich zur Vorgängerversion drastisch gesenkt.
Final Cut Pro X kostet noch 329.- sFr. und kann ab sofort aus dem Mac App Store geladen werden.


Abgesehen vom ersten Satz und dem ausgewiesenen Zitat würde ich alles andre mal in Konjunktiv umschreiben. #fcpx ist entweder übermenschlich genial (so, dass es sich niemandem innerhalb der ersten 24 Stunden erschliesst) oder gehört in die Kategorie “mobile me” – die schlimmsten Apple Verbrechen seit iTunes. Nach 5 Stunden rumtüfteln habe ich es bisher nicht geschafft ein halbwegs brauchbares Projekt von mehr als 2 Minuten zu bewirtschaften. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mich irre, wenn ich behaupte: Final Cut Pro ist gestern gestorben und die Profi-Abteilung bei Apple gleich mit. Denn wenn wir schon Adobe Premiere oder Avid lernen müssen (was sicher schneller geht als Final Cut Pro X zu lernen) dann können wir auch gleich auf günstigere Hardware umsteigen – da wo es einfach nur ums Schneiden und Animieren geht. Ob hinter CS 5.5 Windows oder Linux (ja, ich weiss das das nicht geht) oder eine Raubkatze lãuft ist nämlich egal.
Hallo Stefan
Du tönst ein wenig wie die vielen Cutter welche sich nun beschweren weil FCP X nicht mehr gleich funktioniert wie vorher.
Die Software ist komplett neu, daher ist auch die Bedienung ziemlich anders.
Wenn ich die Kritiken im MacAppStore lese scheint es die eine Gruppe zu geben welche das neue Final Cut Pro hasst und andere die begeistert sind….Diejeningen welche unzufrieden sind sind momentan in der Überzahl.
FCP X ist sicher für den Semi Pro einfacher zum bedienen und leichter zu erlernen da gewisse Dinge von iMovie übernommen wurden. Ob aber Apple deswegen gleich den Profi markt aufgibt wage ich mal zu bezweifeln.
Denn das muss an sich nicht schlecht sein wenn eine neue, einfachere Bedienung eingeführt wurde. Wenn aber wirklich Features wie die Übernahme von Projekte aus FCP 7 nicht klappen dann ist das natürlich idiotisch.
Mal schauen in einer Woche krieg ich das Teil auch und dann werd ich es genau testen.
Lass hören ob Du ein paar Tage später Deine Meinung geändert hast oder nicht.
Einstweilen ein kleiner Zwischenbericht nach 8 Stunden. Also: FCPX ist cool. Es macht vieles einfacher und viel schneller als das verstaubte FCP. Aber es ist noch nicht auf einem professionellen Niveau UND meiner Meinung nach ist es ein riesen Fehler, die gesamte Cutter-Family einfach mal ausprobieren zu lassen, ohne ein einziges Tutorial zur Verfügung zu stellen. Wenn man will, dass sich tausende (willige) Benutzer auf etwas neues einlassen, dann könnte man das ja auch etwas unterstützen. Kann aber auch sein, dass Apple das gar nicht will. Junior (10) hat sich heute dran gesetzt und schnell was zusammengeschnitten «chani itz zu öich cho schaffe, Papa?». Und ich denke, dass eine neue junge Editoren-Generation bereit steht, um damit in ungeahntem Tempo zu schneiden. Vielleicht will Apple uns alte, verrostete Säcke gar nicht mehr – weil wir eh nur rumnörgeln – und konzentriert sich auf die Zukunft. Ich glaube, das könnte es sein und ich glaube ich will auch mitmachen bei der Zukunft – also lern schneller Gilgen, sonst geht’s dir wie all den A-B Cuttern vor 15 Jahren!
Hey Stefan
Klasse Kommentar. Danke für Dein Feedback.
Du bist ein Profi der sich vom Neuen nicht abschrecken lässt und sogar Gefallen daran findet.
Mit den fehlenden Tutorials geb ich Dir absolut Recht, ist ein grosser Fehler ein Produkt welches sich so radikal vom Vorgänger unterscheidet ohne Tuts rauszulassen.
Aber eventuell sind die auch noch nicht fertig … Die Presse Unterlagen und Review Guidelines sind auch noch nicht bei mir angekommen
Anyway ich bin sehr gespannt das Teil nächste Woche testen zu können.
I keep u informed und weiss ja nun wen ich fragen kann