Google Chromebook Pixel – Viel Geld für wenig Notebook

Google Chromebook PixelGoogle hat am Mittwoch Abend das Chromebook Pixel vorgestellt. Dabei handelt es sich um das neue Topgerät der Chromebook Linie.

Es sieht nicht nur aus wie ein MacBook Pro von Apple, auch die technischen Daten orientieren sich am aktuellen Apple Bestseller, dem MacBook Pro 13″ mit Retina Display:

DISPLAY
12.85″-Display mit einem Seitenverhältnis von 3:2
2560 x 1700, at 239 PPI
400-Nit-Bildschirm
Extrabreiter Betrachtungswinkel von 178°

EINGÄNGE
Gorilla® Glass-Multi-Touch-Screen
Chrome-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
Vollständig klickbares Glas-Touchpad
HD-Webcam

ANSCHLÜSSE
2 USB 2.0
mini display port
2-in-1-Kartenleser für: SD, MMC

CPU
Intel® Core™ i5-Prozessor (Dual Core 1,8 GHz)
Intel® HD Graphics 4000 (integriert)

SPEICHER
4 GB DDR3-RAM
32 GB Solid State Drive*

GRÖSSE
297.7 x 224.6 x 16.2 mm

GEWICHT
1.52 kg (3.35 lbs)

AKKU
Bis zu 5 Stunden aktive Nutzung (Akku mit 59 Wh)

Google Chromebook Pixel 2

Die Spezifikationen würden also ein schickes Ultrabook ergeben. Leider läuft aber auf dem Chromebook Pixel das Google Chrome OS. Dieses besteht grundsätzlich aus einem Chrome Browser in welchem Web Apps laufen können. Als Speicher gibt Google 1 TB Platz im eigenen Google Drive für 3 Jahre mit.

Das Google Chromebook Pixel zeigt das Dilema in welchem Google offenbar steckt. Nachdem die Chromebooks bisher wie blei in den Läden liegen und sich fast gar nicht verkauften, versucht es Google nun mit einer Art Premium Chromebook.

Nur bekommt der Käufer für 1299$ einfach zuwenig Notebook fürs Geld. Für 50$ mehr bekommt er eine echtes Retina MacBook Pro welches auch ohne Internet Anschluss und Cloud Verbindung bestens funktioniert. Wer sich auf seinem Mac oder Windows PC den Chrome Browser installiert hat schon fast alles was Chrome OS ausmacht zusätzlich drauf und kann beides nutzen: Ein echtes Notebook und die Google Cloud Dienste via Webbrowser.

Ich wage gerne die Behauptung, dass sich auch das Chromebook Pixel nicht gut verkaufen wird. Es zeigt zwar, dass Google schicke Hardware bauen (lassen) kann, aber ändert nichts am eingeschränkten Konzept des Chrome OS.

Google hat auch noch ein schickes Video zur neuen Hardware gedreht, und da das Chromebook Pixel wie ein Apple Notebook aussieht, ist auch das Video eine schöne Kopie des Apple Marketings:

Hey Google: Ich mag Dich, Du bringst tolle Services hervor, aber das kannst Du besser! Du hast es gar nicht nötig so plump von Apple abzukupfern! (via Google, via Stadt-Bremerhaven)

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  • hitzestau

    Hast Du schon mal mit einem Chromebook praktische Erfahrung sammeln können? Ich habe eben auch Bedenken wegen der ständigen Internetverbindung, die bei uns in der Schweiz immer noch nicht gewährleistet ist. Im Zug hab ich häufig nicht mal Verbindung ins 3G, es sei denn, ich bezahl das WLAN in der ersten Klasse.