NYT: 4 Zeilen Javascript gegen 50 Millionen $ Entwicklung

Ab 28. März kosten die Inhalte der New York Times Webseite. Wer pro Monat mehr als 20 Artikel liest muss ein Abo lösen. Die Einführung dieses Abo Modells ist für die New York Times eine grosse Sache.

Man möchte damit endlich Geld verdienen und doch grundsätzlich alle Artikel frei auf der Webseite haben. Auch via Twitter und Facebook sollen Besucher auf die Seite kommen, daher sind Artikel welche via Social Media verlinkt werden für Benutzer sichtbar. Trotzdem möchte die NYT aber Geld verdienen und hat daher für vermutete 50 Millionen $ die Paywall eingerichtet welche nach 20 Artikeln zuschlägt. Oder zuschlagen sollte.

Das System wurde bereits ausgetrickst. Die Seite welche zur Zahlung auffordert kommt via Javascript über die eigentliche Artikel Seite drüber. Das hat einige clevere Programmierer aus Kanada dazu veranlasst ein Script zu veröffentlichen welche die Paywall der New York Times komplett aushebelt. Niemand Journalism Lab schreibt es seien nur 4 Zeilen Code dazu nötig gewesen.

Das ist bitter für die NYT. 50 Millionen $ werden mit 4 Zeilen Code ausgetrickst. Man muss wohl nochmal hinter die Bücher. Auch hier gilt der Spruch welchen Megan McCarthy anlässlich der Vorstellung von The Daily schrieb:

New York Times Paywall

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Javascript kannst du sowieso schon mal vom Browser aus beeinflussen. Auch wenn die sicher mehr Ahnung haben als ich, aber im ersten Moment halte ich das für die völlig bescheuertste Idee die mir einfällt.

  2. Es muss natürlich javascript heissen. Habs geändert, danke für den Hinweis. Wie die NYT auf die Idee kam das auf diese Art und Weise zu lösen fragen momentan nicht nur wir uns 😉

  3. Damit lässt sich keine Lücke ausschliessen. Es ist weit bekannt, das auch das Pentagon seinen virtuellen Angreifern einen Job anbietet, um Lücken zu beseitigen.

    Und wie im Tweet schon erwähnt: Es gibt für nichts einen Schutz, der Freaks da draussen abhält, trotzdem durchzukommen.

    Übrigens: OSX wird bestimmt auch auf Sicherheitsmängel getestet und hat trotzdem 3mal mehr Sicherheitslücken als der Marktführer. Insofern… 😉

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