Als ich heute um 6 Uhr mein iPhone aktivierte wurde ich gleich von mehreren Push Meldungen betreffend des Rücktritts von Steve Jobs als CEO bei Apple bombardiert. Die Meldung war zwar an und für sich schon länger erwartet worden.
Und doch machte mich der Rückzug von Jobs sehr betroffen:
Nicht weil ich mir Sorgen um Apple ohne Steve Jobs mache. Die wertvollste Firma der Welt wird auch ohne Steve als CEO hervorragend funktionieren.
Dazu hat Jobs in den letzten 14 Jahren beigetragen. Seine Ideen, seine Detailversessenheit und sein Spirit sind sozusagen in Apples DNA drin, daher werden wir auch weiterhin mit tollen, innovativen und wegweisenden Gadgets und Macs versorgt werden. Wer glaubt die ganze Innovationskraft von Apple komme von einer Person hat keine Ahnung wie Apple inzwischen aufgebaut ist und funktioniert. Das Team rund um Jobs ist schon lange selber fähig tolle Ideen zu produzieren.
Eines hat der beste CEO der letzten Jahrzehnte Apple und damit auch der ganzen Welt gelernt: Mach Leute glücklich Deine Produkte zu benutzen, und der Erfolg kommt wie von alleine.
Die berühmten Keynotes werden sicher in Zukunft langweiliger werden, ohne den genialen Verkäufer Jobs. Der hat es immer wieder geschafft die Masse von seinen kleinen Geräten zu überzeugen. Persönlich habe ich von seiner Art Dinge zu präsentieren viel gelernt. Aber auch ohne Steve Jobs werden Apple Keynotes spannende Veranstaltungen bleiben an welchen spannende Lösungen gezeigt werden.
Traurig macht mich der Hintergrund hinter der Rücktrittsmeldung.
Wenn ein Alphatier wie Steve Jobs nicht mehr kann, dann muss es ihm sehr schlecht gehen. Einer wie er wird erst zum letztmöglichen Zeitpunkt von seinem Chefposten zurück treten. Auch wenn man ihm in den letzten Jahren ansah das es ihm nicht gut geht, ist dieser Rücktritt doch eine Zäsur für ihn. Der Krebs scheint unbesiegbar und lässt nichts gutes für die Zukunft hoffen.
Das alleine hat mich heute betroffen gemacht, und mir mal wieder vor Augen geführt, dass all die Millionen (oder in Steve Jobs Fall Milliarden) nichts wert sind wenn man nicht gesund ist! Auch wenn dieser Kommentar wie ein Nachruf klingt, hoffe ich in diesem Punkt zu irren. Ich würde mir wünschen Steve läge gemütlich am Pool und könnte seinen Erfolg und sein Werk geniessen. Wahrscheinlicht ist es leider nicht….

geld macht nicht glücklich!
gesundheit geht vor. leider sehen dass noch lange nicht alle arbeiter, resp vorgesetzte so.
Sehr guter Artikel, hat mir gefallen, weil er genau das aussagt was mir heute schon den ganzen Tag durch den Kopf schwirrte.
Ohne den Respekt für Mr. Jobs zu verlieren: uns machen kranke Milliardäre betroffener als sterbende Arme. Das macht mich betroffen. Ich wünsche Mr. Jobs das Beste. Den anderen auch. Und klar: Millionen machen den Reichen nicht glücklich – könnten andere aber durchaus schon… irgendwo in Afrika.
Schöner Artikel! Bin auch ganz Deiner Meinung – das Gleiche habe ich mir heute morgen schon gedacht als ich die Meldung im Radio gehört habe.
@Sam: es gibt viele arme auf der welt… und viele in der schweiz Spenden auch etwas. sei es in pro infirmis in der schweiz oder in Hilfsorganisationen in Afrika, doch kann man doch auch mal über ein Milliardär reden der krank ist. Oder etwa nicht?
@pemko – ja, absolut. Man kann.
Ihn als soviel wichtiger zu behandeln ist schön für ihn, aber vielleicht auch etwas übertrieben. Klar, ich hätte auch gerne Anteilnahme in einer solche Situation (und einige von uns werden auch mal in der Situation sein, wo der Luxus und das Geld nicht mehr hilft).
Lieber Sam
iFrick.ch ist ein Tech Blog. Ich schreibe über “nothing but tech” und dabei wird es auch bleiben.
Aus diesem Grund finden all die Probleme der Welt in meinem Blog keinen Platz.
Das mag arrogant sein nur über Gadgets und Anforderungen unsere HighTech Welt zu berichten ist aber mein Fokus.
Es gibt genügend allerlei Blogger (welche ich sehr schätze und bewundere da ich diese Breite nie abdecken könnte/möchte).
Bei mir wirst Du daher eben eher über die Krankheit eines bekannten IT Managers lesen aber nie über die Hungerkatastrophe in Afrika