11" oder 13" ? Der MacBookAir Vergleichstest

Seit knapp 3 Wochen besitze ich das neue MacBookAir in der 13″ Variante. Letzte Woche bekam ich von Apple das kleinere 11″ Modell zum Testen. Zeit die beiden gegeneinander antreten zu lassen.

Allgemeiner Eindruck:

Wer eines der beiden in die Hand nimmt staunt erstmal über das geringe Gewicht. Auch das 13er Modell ist federleicht. Man hat beinahe Angst die Dinger könnten zerbrechen, wenn man sie nur vorne anfassend in der Luft hält. Passiert aber natürlich nicht, da beide aus einem Unibody Aluminium Body bestehen der absolut robust ist. Wer sein MacBookPro 13″ daneben legt merkt erst wie dünn die beiden neuen sind. Selbst das Unibody MBP kommt dagegen klobig daher. Durch den Verzicht auf eine HD und dem Einbau von SSDs fühlen sich die beiden neuen Notebooks ein wenig wie ein iPad an. Man startet sie, und sie sind sofort da!

Leistung:

Beide MacBookAir’s kommen mit SSD anstelle herkömmlicher Festplatten daher. Dadurch sind sie SAUSCHNELL. Auch wenn auf dem Papier der 1.4 bezw. 1.85 Ghz „schnelle“ Core 2 Duo Prozessor nicht grad nach Leistung tönt, sind die beiden Airs wahre Power Maschinen. Der Systemstart dauert ungefähr 15 Sekunden (inkl. alle meiner Erweiterungen wie Dropbox, TotalFinder etc.). Die Benchmark Tests welche Mactechnews.de gemacht hat sprechen da eine deutliche Sprache und zeigen, dass die neuen MacBookAir flink sind:

Viel wichtiger als der reine Prozessorpower ist aber das Gefühl welches diese Macs vermitteln. Sie sind einfach ungeheuer fix. Starten, Browser öffnen und surfen ist selbst bei einem MacPro mit 12 GB Ram und 8-Core Prozessor viel langsamer. Für die alltäglichen Arbeiten hatte ich noch nie einen schnelleren Mac, der zu alledem noch super portabel ist.

Durch die eingebauten Grafikchips NVIDIA 320m verfügen die neuen Books auch über eine aktuelle Grafikeinheit, auch wenn niemand ernsthaft 3D Spiele damit machen wird.

Die SSD Kapazitäten gehen von 64 und 128GB für das MacBookAir 11″ bis 256GB welche für das grössere 13er Modell geordert werden können. Beide Notebook kommen leider nur mit 2 GB Ram, was ganz klar zuwenig ist. Da das Ram Modul nicht selber ausgewechselt werden kann empfiehlt es sich hier gleich von Anfang an 4 GB einbauen zu lassen.

Akkulaufzeit:

Die Akku Angaben der Hersteller sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Apple gibt für das 11er 5 Stunden und für das 13er 7 Stunden an. Nach 3 Wochen mit dem 13er MacBookAir kann ich bestätigen, dass bei normaler Nutzung (Mail, Chrome und Echofon Pro sind offen, Arbeit vor allem im Mail und mit dem Browser) locker 6 bis 7 Stunden möglich sind. Sobald man aber einen Film schaut, schmilzt die Laufzeit auf ungefähr 3.5 Stunden zusammen.

Das sind immer noch sehr gute Werte für ein so flaches und leichtes Notebook.

Display:

Mit das Beste an den neuen Geräten sind die beiden LED Displays. Endlich hat Apple die Auflösungen erhöht. So zeigt das 11er 1368×766 Pixel an, das 13er MacBookAir sogar 1440×900 Pixel. Die Bildschirme sind zwar Glossy aber durch das Fehlen der Glasscheibe vor dem Display sind die Spiegelungen deutlich weniger auffallend als z.B. beim 13er MacBookPro. Ich finde die beiden Displays absolut Spitze!

Anschlüsse:

Natürlich sind die beiden kleinsten Notebooks von Apple nicht mit allen Schnittstellen bestückt wie die grösseren. Das wichtigste ist aber dabei. Das 13er verfügt über 2 USB Anschlüsse, einen Display Port, Audio Ein/Ausgang sowie über einen SD Card Slot.

Das kleinere 11″ MacBookAir muss auf den SD Card Slot verzichten, verfügt aber ebenfalls über 2 USB Ports, was eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell ist.

11 oder 13 Zoll?

Beide getesteten Geräte sind hervorragende kleine Alleskönner. Trotzdem ist für mich die Frage welches der beiden das „Bessere“ ist schnell beantwortet: Das 13″ MacBookAir bringt durch seine bessere Leistung, den grösseren Bildschirm, die längere Akkulaufzeit und den SD Card Slot das bessere Paket mit. Der Intel Core 2 Duo Prozessor mit 1.86Ghz verfügt über 6MB L2 Cache im Gegensatz zu den 3MB des kleineren Modells, der Bustakt ist mit 1066 Mhz höher als die 800 des 11er und vor allem ist das Gehäuse gross genug:

Ich hatte beim kleinen Modell Mühe meine Hände bequem auf der Handablage und dem Trackpad zu platzieren. Owbohl die Tastatur praktisch gleich gross ist wie beim 13er habe ich unter der Tastatur zuwenig Platz. Das Mehrgewicht des 13er fällt praktisch überhaupt nicht ins Gewicht, ich muss jeweils schauen ob es wirklich im Rucksack drin ist, so leicht fühlt es sich an.

Fazit:

Die beiden MacBookAir sind die Notebooks welche ich mir immer erträumt habe. Dank dem Verzicht auf eine Festplatte sind sie rasend schnell, und dabei so leicht wie sonst nur das iPad. Wem 128GB an Platz für unterwegs reichen (die 256Gb SSD ist einfach zu teuer!), der macht nichts falsch auf eines der neuen zu setzen. Ich habe mein MacBookPro gegen das 13″er Air ersetzt und den Entscheid noch keine Minute bereut. Das Gewicht eines Netbooks, der Speed eines „richtigen“ Notebooks und das elegante Design eines iPad, das alles bietet das MacBookAir.

Bravo Apple!

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6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. also ich besitze auch ein 13″ macbook, nicht air, und den 11″ air. mein „grosser“ bleibt seither immer zu hause 😉 der 11″ reicht locker aus! ich war eine woche damit an einem event und habe remote gearbeitet (systemadministration) ohne probleme. das gewicht ist genial und die auflösung reicht meist vollkommen aus, für mich ist der 11″ die richtige wahl. das mit dem ram ist so eine sache ich denke 2gb reichen, man muss ja keine filme konvertieren usw. ich habe aber auch 4gb ram, aber nur weil ich ab und zu ein vm maschine am laufen habe.
    wer gerne ein handliches mobiles gerät möchte, ich bin mit dem 11″ mehr als zufrieden 😉

  2. Danke für den Test.

    Habe selber das Macbook Air 13″ (4GB, 2.13Ghz) und bin unterwegs damit. Sitze gerade im inneren Brasiliens in einer Lehmhütte unter Wellblechdach und arbeite damit 🙂 Komme erst an die Grenzen bei riesigen Photoshop-Dateien (Metergrosse, hochauflösende Dokumente mit vielen Layern). Da wird’s ein wenig langsamer, aber immer noch gut brauchbar.

    Bereue den Kauf kein Bisschen! Schon gar nicht, als ich sah, dass die Standard-Version 13″ hier in Brasilien im Apple Store für umgerechnet CHF 3’482 verkauft wird…

    Weisst du etwas über die Sonnen- und Hitzeempfindlichkeit dieser Dinger? Das würde mich ziemlich interessieren.

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