Test Amazon Kindle Fire: Kein iPad Killer aber tolles Tablet

Seit 2 Wochen bin ich nun im Besitz des Amazon Kindle Fire Tablets.

Ich habe mich etwas schwer getan damit, das Teil ist cool, und doch merkt man dem Tablet an allen Ecken und Enden den Preis von nur 199$ an. Aber der Reihe nach:

Look and Feel:

Das Kindle Fire sieht aus wie eine Kopie des BlackBerry Playbooks. Es wird berichtet Amazon habe einfach das Referenzdesign des Playbooks vom Hersteller Foxcon noch einmal bauen lassen.

Das ist aber kein Nachteil. Das Teil sieht schick aus, und ist „Rock solid“ wie die Amerikaner sagen. Mit seinem schlichten, schwarzen Design ist das Kindle Fire ein Hingucker. Dank dem 7″ MultiTouch IPS Display, ist das Gerät recht klein. Man hält es deutlich besser in der Hand als Apples iPad 2. Das Gewicht ist recht hoch, beinahe vergleichbar mit dem viel grösseren Apple Gerät. Trotzdem lässt sich gut im Bett lesen ohne dabei Müde zu werden.

Technische Daten:

  • 1 Ghz TI OMAP Dual Core Prozessor
  • 8 GB interner Speicher, nicht erweiterbar
  • 7″ IPS Display mit 1024×600 Pixel Auflösung
  • Wi-Fi 802.11b/g/n
Die Hardware des Kindle Fire bietet nur das Nötigste. Kein 3G, kein GPS, keine zusätzlichen Sensoren.

 

Software:

Das Amazon Kindle Fire ist eigentlich ein auf Android 2.3 basierendes Tablet. Man bekommt davon aber absolut nichts mit, und das ist auch gut so.

Amazon hat das Android OS komplett versteckt und umgebaut. Man sieht sich mit einer schicken, an ein Bücherregal erinnernde, Oberfläche konfrontiert, in welcher die zuletzt verwendeten Bücher, Filme oder Apps zu vorderst dargestellt werden.

Das Fire reagiert dabei jederzeit schnell und ohne Verzögerungen.

Fazit:

Für 199$ bekommt man kein besseres Tablet. Amazon geht dabei den gleichen Weg wie Apple. Eine potente, aber nicht ganz perfekte Hardware, wird so eng mit den eigenen Content Diensten verknüpft, dass dabei ein hervorragendes Benutzererlebnis entsteht. Jedem Benutzer ist sofort klar wie das Teil bedient wird.

Leider lässt sich das Kindle Fire momentan in Europa nicht wirklich brauchen. Ausser dem Kindle eBook Store lassen sich keine weiteren Dienste benutzen. Obwohl ich einen US Amazon Account besitze, musste ich mich jeweils per VPN mit einer US IP Adresse anmelden um Apps, Filme etc. kaufen bezw. nutzen zu können.

Der normale Android Market lässt sich auf dem Kindle Fire nicht benutzen. Man kann nur den Amazon Appstore durchsuchen, welcher aber besser funktioniert als der Google eigene Market. Die Präsentation und Suche von Apps ist ansprechender gestaltet.

Caschy von Stadt-bremerhaven.de hat beschrieben wie man wenigstens Gratis Apps aus dem Amazon App Store laden kann.

Ich hoffe Amazon bietet das Kindle Fire nächstes Jahr auch in Europa an, bin aber, was die Musik und Filmindustrie angeht, eher skeptisch ob Amazon hier wird Deals für uns abschliessen können.

Ist der Fire nun ein iPad Killer?

Sicher nicht. Während das Apple iPad ein vollwertiges Tablet ist, versucht Amazon gar nicht erst das Gleiche, sondern bietet mit dem Kindle Fire  primär ein klasse Gerät um Content aus der Amazon Cloud zu konsumieren. Das alleine ist den tiefen Preis allemal wert. Wer mag, kann das Fire auch rooten und verfügt dann über ein vollwertiges Android Tablet zum Preis eines Billigtablets.

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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo JC, toller Bericht zum Kindle Fire. Ich habe mir auch einen bestellt und hätte gerne mehr zur US VPN Geschichte gewusst. Hast Du eine Anleitung – wie ist Dein Setup? Merci und keep on the good work!

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