Test Playstation Vita: Mehr Gaming Power braucht niemand

Gestern trudelte endlich die Sony Playstation Vita bei mir ein. Diese Hardcore Spielkonsole für unterwegs welche die Playstation Portable ersetzen wird.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die PS Vita ist nix für den Gelegenheitsgamer welcher alle paar Wochen mal ein kleine Spielchen auf seinem Smartphone zockt. Die Vita ist eine ausgewachsene Konsole welche es locker mit der PS 3 oder XBox 360 aufnimmt.

Die PS Vita verfügt neben einem ARM A9 Quadcore Chip auch noch über einen Quadcore Grafikchip von PowerVR. Diese beiden Prozessoren sorgen für massig Leistung und machen aus der PS Vita die beste mobile Spielkonsole die momentan zu haben ist.

Hardware:

CPU: ARM CortexTM-A9-Core (Quad-Core)

  • symmetrische 32 Bit Kerne
  • vollständige Cache-Kohärenz zwischen den Kernen
  • für Anwendungen stehen noch 3 von 4 Kernen zur Verfügung

GPU: PowerVR SGX 543 MP4+

  • Quad-Core Grafikprozessor
  • basierend auf der PowerVR SGX Architektur

Arbeitsspeicher:

Grafikspeicher:

Bildschirme (Touchscreen):

  • 12 cm (16:9), 960 × 544 (220ppi), OLED-Multi-Touchscreen, kapazitiv
  • Rückseiten-Touchpad: 12 cm Multi-Touchpanel auf der Rückseite, kapazitiv

Gewicht:

  • 3G/WiFi Modell: ca. 279g
  • WiFi Modell: ca. 260g

Kameras:

  • Je eine Kamera auf Vorder- und Rückseite

Bildfrequenz: 120 fps bei 320 × 240 (QVGA), 60 fps bei 640 × 480 (VGA) Auflösung: max. 640 × 480 (VGA)

Ton:

  • Integrierte Stereolautsprecher
  • Integriertes Mikrofon

Sensoren:

  • Sechs-Achsen-Sensorensystem (dreiachsiger Kreisel, dreiachsiger Beschleunigungssensor, dreiachsiger elektronischer Kompass)

Wireless:

  • Mobilfunknetz-Konnektivität (3G)
  • IEEE 802.11 b/g/n (n = 1 x 1) (Wireless) (Infrastruktur-Modus/Ad-hoc-Modus)
  • Bluetooth® 2.1 + EDR (A2DP/AVRCP/HSP)

Positionsbestimmung:

  • Integriertes GPS (nur bei 3G Version vorhanden)
  • Unterstützung von WLAN-Positionsbestimmung

Eingabe:

  • vier Richtungstasten (Hoch/Runter/Links/Rechts)
  • zwei Analogsticks
  • vier Eingabetasten (Kreis, Kreuz, Dreieck, Quadrat)
  • zwei Schultertasten, je eine pro Seite
  • PS-, Start-, Selecttaste, Powerschalter, Lautstärkeregler

Sonstiges:

  • GPS-Modul (nur im 3G Modell)
  • fest verbauter Akku
  • Akkulaufzeit beträgt um die 3-5 h
  • Externe Batterie für eine längere Akkulaufzeit (extra zu erwerben)

Unterstützte Audio- und Videoformate:

  • Musik: MP3 MPEG-1/2 Audio Layer 3, MP4 (MPEG-4 AAC), WAVE (Linear PCM)
  • Videos: MPEG-4 Simple Profile (AAC), H.264/MPEG-4 AVC Hi/Main/Baseline Profile (AAC)
  • Fotos: JPEG (Exif 2.2.1), TIFF, BMP, GIF, PNG

Steckplätze/Anschlüsse:

  • PlayStation-Vita-Kartensteckplatz
  • Speicherkarten-Steckplatz
  • SIM-Karten-Steckplatz
  • Multifunktions-Anschluss (für USB-Datenkommunikation, Gleichstromeingang)
  • Audio (Stereo-Ausgang, Mono-Eingang), serielle Datenverbindung
  • Kopfhörerbuchse (Mini-Stereo-Klinke) für Audio (Stereo-Ausgang/Mono-Eingang)
  • Zubehöranschluss
Ein ganz dickes Minus handelt sich Sony mit der Speicherpolitik der PS Vita ein. Es gibt zwar einen Slot um Speicherkarten (neben den Spielekarten) einzustecken, aber dieser schluckt nur ein proprietäres Sony Format. Als wäre das nicht schlimm genug, liegt der PS Vita KEINE solche Speicherkarte bei. Wer also nur die Konsole und ein paar Games bestellt, sieht alt aus, da er keine Spielstände speichern und keine neuen Games aus dem PS Store laden kann.
Hier hätte Sony lieber einen Micro SD Kartenslot verbaut oder der Konsole wenigstens 4 GB internen Speicher verbaut.

Look and Feel:

Die PS Vita ist hervorragend verarbeitet. Alles sitzt da wo es sein sollte und ist in perfekter Qualität. Einzig der Karteneinschub für die Game Karten klemmt etwas und man braucht ziemlich Kraft um ihn zu öffnen.

Der OLED Screen ist wunderbar hell und stellt die Farben eindrücklich da. Wenn man die PS Portable daneben hält kommt einem der Screen der alten Konsole verwaschen und blass vor.

Ich hab gestern noch ein Video gedreht. Verzeiht meine krächzende Stimme ich bin total erkältet.

Games:

Ich hab mir gleich ein paar Games aus dem PS Store geladen. Leider sind die Sony Server langsam wie immer. Sowohl das Firmware Update welches gleich am Anfang geladen werden wollte, wie vor allem die Games kamen zähflüssig auf die kleine Kiste. Uncharted ist 3.3 GB gross, da zerren 40 Minuten Download Zeit arg an den Nerven (obwohl ich hier über eine 100MBit Leitung verfüge).

Die Grafik der ersten Games ist schon sehr beeindruckend. Ich stelle mir vor was da in Zukunft noch kommen mag, wenn die Programmierer die Hardware erst richtig ausreizen.

Die verschiedenen Steuermöglichkeiten der Konsole ergänzen sich ganz gut. Wer bei WipeOut lieber mit den Lagesensoren spielt kann das genauso tun wie mit den Analog Sticks.

Die Online Fähigkeiten konnte ich noch nicht testen, ebenso wenig die Augmented Reality Features einiger Games.  Sascha von Netbooknews hat 12 PS Vita Spiele in einem Video vorgestellt.

Die PS Vita lässt sich auch mit der Playstation 3 verbinden. Einerseits kann die PS3 dann als Backup für Games und andere Daten dienen, andererseits lassen sich bestimme PS3 Games auch auf der Vita gamen. Ich könnte dann zum Beispiel im Wohnzimmer eine Spiel anfangen, es auf die PS Vita „umleiten“ und im Bett weiterspielen 😉

Testen konnte ich dieses Feature mangels kompatibler Games aber bisher nicht.

Fazit:

Sony macht bei der PS Vita fast alles richtig. Eine tolle Hardware mit allem was momentan  gut und teuer ist und viele gute Games zum Start.

Trotzdem ist der Erfolg ungewiss. Smartphone und Co. dominieren das mobile Daddeln momentan. Auch wenn ich finde ein paar Lagesensoren und ein TouchScreen können nie mit einer echten Konsole mithalten, reicht das vielen Leuten.

Die PS Vita spricht daher eher die „Hardcore“ Gamer an, welche analoge Joysticks lieben und wohl auch eine PS3 oder XBox 360 zu Hause stehen haben.

Die müssen zwar für die PS Vita tief in die Tasche greifen, bekommen dafür aber die perfekte Spielkonsole. Ich geb meine jedenfalls nicht mehr her!

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